Willkommen im gif-Glossar: Datenmanagement

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3

# 508
Begriff:
3D-Drucker
Beschreibung:

Die „3D-Drucker“ erlauben das "Ausdrucken" von Gegenständen aller Art. Typische Ausgangsmaterialien sind Kunststoff, Metall und Gips, die als Pulver, Granulat und am Stück (etwa in Form eines Kunststoffkabels oder von Metallfolie) oder aber in flüssiger Form als Ausgangsmaterial verwendet werden. Dieses wird anschließend Schicht um Schicht aufgetragen und getrocknet, geklebt oder geschmolzen. Der Aufbau der Objekte benötigt eine gewisse Zeit, im Extremfall bis zu mehrere Stunden oder Tage.

Der Einsatz von 3D-Druckern in der Immobilienwirtschaft basiert in der Regel auf vorhandenen 3D- oder BIM-Modellen. Es ist bereits gelungen, erste Häuser in Versuchslaboren herzustellen. Bis zum kommerziellen Einsatz müssen aber noch etliche Hürden wie z.B. die statische Ausbildung der vertikalen und horizontalen Durchdringung, die Verzahnung mit der technischen Gebäudeausrüstung, die Rezeptur und die Beständigkeit des Druckmaterials genommen werden.

Quelle:
Link:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/3d-drucker-53558
Siehe auch:
510
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A

# 427
Begriff:
Application Programming Interface (API)
Beschreibung:

Das Akronym API steht für „Application Programming Interface“ (deutsch: Applikationsprogrammschnittstelle) und bezeichnet eine Schnittstelle, die ein Softwaresystem bereitstellt, um dieses in andere Programme einzubinden. APIs werden zum Zwecke der Entwicklung durch Drittanbieter veröffentlicht oder stehen als „offene API“ im Internet zur Verfügung, um Zugriff beispielsweise auf eine Datenbank, Hardware oder auf ein Betriebssystem zu ermöglichen. APIs dienen demnach dem Austausch und der Weiterverarbeitung von Daten und Inhalten zwischen verschiedenen Webseiten, Programmen und Content-Anbietern.

Bei immobilienwirtschaftlichen wie auch regulären Software-Systemen finden API-Schnittstellen häufig die Anwendung, um Apps auf mobilen Endgeräten den Lese- und Schreibzugriff auf einzelne Datenbanken oder ganze ERP-Systeme zu geben.

Quelle:
Link:
https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/application-programming-interface-api
Siehe auch:
512
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# 428
Begriff:
Applikation (App)
Beschreibung:

Der Begriff „Applikation“ (App) beschreibt die Anwendung der EDV im Sinne einer bestimmten Aufgabenstellung, die mit der Applikation und damit einer Softwarelösung bearbeitet oder gelöst werden kann.

In der Immobilienwirtschaft haben sich für die unterschiedlichen Disziplinen verschiedene Software-Lösungen etabliert, die die jeweiligen fachlichen Anforderungen der Nutzer abbilden. Hierzu zählen u.a. Fondsmanagement- und Assetmanagement-Software, ERP-Systeme für das Property Management, CAFM-Systeme, Gutachter- und CAD-Programme sowie Dokumentenmanagement-Systeme. Dabei wurden die bestehenden Software-Produkte in den letzten Jahren durch neue Lösungen sogenannter PropTech’s ergänzt.

 

Quelle:
Link:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/anwendung-30014/version-253608
Siehe auch:
516
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# 429
Begriff:
Attribut
Beschreibung:

Ein Attribut (von lateinisch attribuere ‚zuteilen‘, ‚zuordnen‘), auch Eigenschaft genannt, gilt im Allgemeinen als Merkmal, Kennzeichen, Informationsdetail etc., das einem konkreten Objekt zugeordnet ist. Dabei wird unterschieden zwischen der Bedeutung (z.B. „Augenfarbe“) und der konkreten Ausprägung (z.B. „blau“) des Attributs. In der Informatik wird unter Attribut die Definitionsebene für diese Merkmale verstanden. Als solche werden sie analytisch ermittelt, definiert und beschrieben sowie für einen bestimmten Objekttyp als Elemente seiner Struktur festgelegt („modelliert“). Daten über die Objekte werden in dieser Struktur und nur mit ihrem Inhalt, den Attributwerten gespeichert. Jedes Objekt repräsentiert sich somit durch die Gesamtheit seiner Attributwerte.

In der Immobilienwirtschaft werden u.a. Dokumente mit Attributen versehen, die eine Zuordnung zu einer Immobilie oder einer Gesellschaft sowie einer Dokumentenklasse ermöglichen. Dadurch lassen sich z.B. in einem Dokumentenmanagement-System multidimensionale Ansichten von Dokumenten bzw. Dokumentenstrukturen anzeigen.

 

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Attribut_(Objekt)
Siehe auch:
514
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# 430
Begriff:
Auftragsdatenverarbeitung (ADV)
Beschreibung:

Die Auftragsdatenverarbeitung (ADV) im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ist die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung von personenbezogenen Daten durch einen Dienstleister in Folge des mit ihm abgeschlossenen Vertrags. Das Bundesdatenschutzgesetz regelt in §11, welche Rechte, Pflichten und Maßnahmen im Einzelnen durch Vertrag zwischen Auftraggeber (verantwortliche Stelle) und Auftragnehmer (Dienstleister) zu treffen sind.
In der Immobilienwirtschaft kann die ADV durch unterschiedliche Partien erfolgen. Details zur Anwendbarkeit z.B. der aktuellen DSGVO für Hausverwalter können z.B. auch auf https://www.datenschutz.rlp.de/de/themenfelder-themen/immobilienverwaltung-nach-der-ds-gvo/ eingesehen werden.

 

Quelle:
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
Link:
Siehe auch:
518
Optionaler Link:
https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_2018/
# 431
Begriff:
Augmented Reality (AR)
Beschreibung:

Unter „Augmented Reality“ (AR, deutsch: erweiterte Realität) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung in Bild, Ton und Raumwahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen. Dabei werden bestehende Wahrnehmungen des menschlichen Auges durch zusätzliche virtuelle Informationen z.B. durch eine AR-Brille, ein Head-Up-Display oder eine App ergänzt.

In der Immobilienwirtschaft können dem Nutzer von Augmented Reality-Dienstleistungen so z.B. Gestaltungsvorschläge oder geplante Dienstleistungsangebote in einer Immobilie simuliert werden.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Erweiterte_Realität
Siehe auch:
519
Optionaler Link:
# 432
Begriff:
Ausprägungsliste
Beschreibung:

Eine „Ausprägungsliste“ umfasst alle Ausprägungen, die ein bestimmtes Merkmal bzw. Datenfeld annehmen kann. Sie muss erstens vollständig sein, d.h. auch selten verwendete Ausprägungen werden in ihr geführt, und zweitens müssen ihre Elemente disjunkt, d.h. überschneidungsfrei, sein. Eine Ausprägungsliste lässt bei der Befüllung eines Datenfelds nur die Auswahl zwischen vordefinierten Ausprägungen oder Auswahlmöglichkeiten zu. Bei der EDV-technischen Umsetzung spricht man von sogenannten „Pull-Down-Menüs“.

In der Immobilienwirtschaft wurden verschiedene Ausprägungslisten für einzelne Datenfelder wie z.B. zur Nutzungsart einer Immobilie in der gif-Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch definiert.

 

Quelle:
Link:
http://zgif.org/de/definitionen/sender-empfanger-modell-nach-gif/
Siehe auch:
Optionaler Link:

B

# 433
Begriff:
Benchmarks / Benchmarking
Beschreibung:

Benchmarking ist ein Instrument der Wettbewerbsanalyse. Es ist der kontinuierliche Vergleich von Produkten, Dienstleistungen sowie Prozessen und Methoden mit mehreren Unternehmen, um die Leistungslücke zum sogenannten Klassenbesten systematisch zu schließen. Grundidee ist es, festzustellen, welche Unterschiede bestehen, warum diese Unterschiede bestehen und welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt.

Ein Benchmark ist ein Referenzpunkt einer gemessenen Bestleistung; eine Bezugsgröße oder ein Vergleichsstandard. Dieses Leistungsniveau wird als Best Practice für einen bestimmten Geschäftsprozess anerkannt.

In der Immobilienwirtschaft wird Benchmarking u.a. bei den Betriebskosten und der Performance unterschiedlicher Fonds verwendet.

Quelle:
Link:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/benchmarking http://benchmarkingforum.de/benchmarking-wissen/benchmarking-grundlagen/
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 435
Begriff:
Bewegungsdaten
Beschreibung:

„Bewegungsdaten“ sind, in Abgrenzung zu Stammdaten, Daten, die Veränderungen von Zuständen beschreiben. Bewegungsdaten sind dynamische Daten, d.h. sie können selbst (auch häufigen) Veränderungen unterliegen.

Bewegungsdaten in der Immobilienwirtschaft sind z.B. Buchungsdaten einzelner Debitoren bzw. Mieter.

Quelle:
Link:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bewegungsdaten-30812/version-254388
Siehe auch:
520
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# 436
Begriff:
Big Data
Beschreibung:

Das Schlagwort „Big Data“ steht für riesige (meist unstrukturierte) Datensammlungen, die die Fähigkeiten herkömmlicher IT-Infrastruktur und Methoden für Speicherung, Analyse und Processing überschreiten, weil die Datenmengen beispielsweise zu groß, zu komplex, zu schnelllebig und/oder zu schwach strukturiert sind. Das „Big“ in der Definition von Big Data bezieht sich im Wesentlichen auf die folgenden drei Dimensionen:

 

  • Volume (d.h. sehr großes Datenvolumen)
  • Velocity (d.h. sehr hohe Geschwindigkeit, mit der die Datenmengen generiert und transferiert werden, z.B. in Echtzeit)
  • Variety (d.h. sehr große Vielfalt an Datentypen und -quellen)

 

Gelegentlich wird die 3-V Definition um weitere Eigenschaften ergänzt, wie z.B.

 

  • Veracity (d.h. sehr hohe Qualitätsunterschiede der Daten in Bezug auf Zuverlässigkeit, Sinnhaftigkeit und Glaubwürdigkeit)
  • Value (d.h. sehr unterschiedlicher Wert der Informationen)

 

Big Data findet sich in der Immobilienwirtschaft z.B. im Bereich Location Analytics, wenn zur (Footfall) Analyse von Mikrostandorten und Konsumentenverhalten große Mengen sich teils oft ändernder Daten in verschiedenen Datenformaten (Mobilfunkdaten, statistische Daten, soziodemografische Daten etc.) überlagert und ausgewertet werden.

 

Quelle:
Link:
www.rics.org/insight http://www.gartner.com/it-glossary/big-data
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 438
Begriff:
Blockchain
Beschreibung:

Die „Blockchain“ ist eine Distributed-Ledger-Technologie (DLT), d.h. eine Datenbank, die an mehreren Orten gleichzeitig gespeichert wird - im Gegensatz zu traditionellen zentral gespeicherten und verwalteten Datenbanken. Die Blockchain beschreibt eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen („blocks“), die mittels Verschlüsselungstechnologien miteinander verkettet sind. Diese Verkettung ist Grundlage der Namensfindung. Der nächstfolgende Block besteht dabei typischerweise aus einem sicher verschlüsselten Wert des vorherigen Blocks, einem Zeitstempel und den (für diesen Block neuen) Daten.

Entscheidend für die Klassifizierung als Blockchain ist die Notwendigkeit, dass spätere Blocks auf früheren Transaktionen aufbauen und diese damit als richtig bestätigen, indem sie die Kenntnis und Richtigkeit der früheren Transaktionen nachweisen. Dies hat zur Folge, dass frühere Einträge nahezu manipulationssicher weitergegeben werden, da die Historie stets mitübertragen wird. Bedeutendes Anwendungsgebiet sind Kryptowährungen und der damit verbundene Ansatz, die Echtheit der Geldeinheiten zu bestätigen. Die Technik wird derzeit für viele neue Anwendungsgebiete erschlossen, die sich im Umfeld des sicheren Austauschs von Daten oder Transaktionen zwischen zwei Parteien ansiedeln.

Im Immobiliensektor ist der Einsatz bei Immobilientransaktionen (z.B. in Form von “Real Estate Tokenization”) oder Grundbucheinträgen denkbar.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Blockchain
Siehe auch:
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# 437
Begriff:
Building Information Modeling (BIM)
Beschreibung:

Building Information Modeling (BIM) bezeichnet eine Methode, Bauwerke anhand eines konsistenten, digitalen Gebäudemodells über ihren gesamten Lebenszyklus mit all ihren relevanten Informationen abzubilden. Das detailgetreue Gebäudemodell wird über den gesamten Planungsprozess von allen Projektbeteiligten mit Informationen angereichert und unterstützt so eine bessere Planung, Ausführung und spätere Bewirtschaftung des Gebäudes. So kann frühzeitig festgestellt werden, ob das Projekt in Bezug auf Konstruktion, Zeit-, Material- und Kostenplanung realistisch und effizient umgesetzt werden kann. Im Zentrum steht dabei stets ein zentrales Ziel: Bauprojekte durch integrale Planungsprozesse wirtschaftlich, ressourceneffizient und nachhaltig zu gestalten. Bei BIM wird von sogenannten Dimensionen gesprochen:

  • BIM 3D: Gemeinsames Bearbeiten von einem Datenmodell in der Entstehungsphase, nach Fertigstellung Übergabe an den Eigentümer bzw. Betreiber
  • BIM 4D: Anreicherung des bestehenden Datenmodells mit Termin- bzw. Zeitinformationen, z.B. zur Steuerung des Bauablaufs
  • BIM 5D: Anreicherung des Datenmodells um Informationen zu Kosten, z.B. mit dem Ziel der Kostenverfolgung des Bauprojekts
  • BIM 6D: Ergänzung des bestehenden Datenmodells um Informationen zum Lebenszyklus eines Bauteils, wie z.B. Wartungs- bzw. Instandhaltungsintervalle

Die internationale Organisation buildingSMART hat das Ziel, offene Standards (openBIM) für den Informationsaustausch und die Kommunikation auf der Basis von Building Information Modeling zu etablieren. Dazu hat buildingSMART ein Basisdatenmodell – die Industry Foundation Classes (IFC) – für den modellbasierten Datenaustausch im Bauwesen entwickelt.

 

Quelle:
Link:
https://www.tekla.com/de/bim/was-ist-bimwww.rics.org/uk
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 439
Begriff:
Business Analyst
Beschreibung:

Unter “Business Analyst” (BA) versteht man eine Stelle oder Rolle in einer Organisation, die sich mit der Durchführung von Auswertungen zur operativen Arbeit einer Organisation befasst. Die Hauptarbeit des Business Analysten besteht aus Zuhören, Hinterfragen, Verstehen, Strukturieren und Dokumentieren. Er stellt das Bindeglied zwischen Fachabteilung und IT-Team dar.

In der Immobilienwirtschaft werden Business Analysten in der Regel im Prozess Management und der IT eingesetzt.

Quelle:
gif (2018) Berufsbilder der Immobilienwirtschaft, gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 440
Begriff:
Business Intelligence (BI)
Beschreibung:

Unter „Business Intelligenceversteht man die systematische Sammlung, Auswertung und Darstellung (s. Dashboard) von geschäftsrelevanten Daten (d.h. Markt-, Wettbewerbs- und Unternehmensdaten) in elektronischer Form mit dem Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse in unternehmerische Entscheidungen einfließen zu lassen und Geschäftsvorgänge zu unterstützen. Eine effizient eingesetzte BI hilft Kosten zu senken, Unternehmensprozesse zu optimieren, Risiken zu senken und das Unternehmen allgemein profitabler zu machen.

Business Intelligence kommt in der Immobilienwirtschaft z.B. im Fonds- und Assetmanagement zum Einsatz, wo Einzelentscheidungen wie z.B. beim Abschluss eines Mietvertrags auf Basis diverser externer Daten (Marktmiete am Standort, Bonität des Mieters) getroffen werden.

Quelle:
Bitcom (2012) Leitfaden „Big Data im Praxiseinsatz – Szenarien, Beispiele, Effekte“
Link:
Siehe auch:
521
Optionaler Link:

C

# 441
Begriff:
Chatbot
Beschreibung:

"Chatbots“, oder Chatterbots, sind die technische Umsetzung natürlich-sprachlicher Fähigkeiten in EDV-gestützte Dialogsysteme. Die Umsetzung kann als Text oder auditiv erfolgen. Häufigste Anwendung ist die Umsetzung automatisierter Reaktionsmechanismen auf Webseiten oder in Nachrichtenaustausch-Plattformen, wo die Interaktion anhand von vordefinierten Reaktionen auf bestimmte Schlagwörter erfolgt. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz erfahren die Chatbots eine stete Weiterentwicklung in der Breite der Reaktionsmöglichkeiten in der Interaktion.

Der Einsatz von Chatbots in der Immobilienwirtschaft zeigt sich zurzeit vor allem im Bereich der Automatisierung von Standard-Geschäftsvorfällen und in der Kommunikation. Einsatzgebiete befinden sich z.B. im Störungsmanagement bei großen Hausverwaltungen oder im Anmietungsprozess.

 

Quelle:
Link:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/chatbot-54248/version-277297
Siehe auch:
522
Optionaler Link:
# 442
Begriff:
Cloud
Beschreibung:

Eine Cloud („Datenwolke“) beschreibt eine IT-Infrastruktur, welche nicht auf dem lokalen Rechner des Anwenders installiert ist, sondern über ein Rechnernetz bzw. das Internet zur Verfügung gestellt wird. Diese IT-Infrastruktur dient zur Bereitstellung von Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware. Angebot und Nutzung der Dienstleistungen erfolgen durch Schnittstellen und Protokolle, z.B. über einen Webbrowser. Somit gewährleistet die Cloud einen orts- und geräteunabhängigen Datenzugriff für eine beliebige Anzahl von Personen.

In der Immobilienwirtschaft nutzen Unternehmen zunehmend die Cloud als Infrastruktur, da bereits viele Produkte etablierter Softwareanbieter (z.B. Office 365) als Cloud-Umgebung zur Verfügung stehen.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 443
Begriff:
Comparables
Beschreibung:

Comparables (oder Comps) sind Vergleichs- bzw. Referenzwerte, die sich aus der Analyse von großen Datenmengen ergeben.

In der Immobilienwirtschaft werden Comparables insbesondere für Immobilientransaktionen (Transaction Comps) und Vermietung (Leasing Comps) gebildet.

Quelle:
Evans, D., & Evans, O. W. (2007). The complete real estate encyclopedia. McGraw Hill Professional.
Link:
Siehe auch:
Optionaler Link:

D

# 444
Begriff:
Dashboard
Beschreibung:

Beim Dashboard handelt es sich um ein IT-basiertes Tool, mit dem sich gewonnene Erkenntnisse visuell und leicht erfassbar darstellen lassen. Das Dashboard zeigt den aktuellen Status von wichtigen KPIs (d.h. Key-Performance-Indikatoren) und anderen relevanten Unternehmenszahlen. Ziel des Dashboards ist es, die verschiedenen Zahlen und Metriken zusammenzuführen, zu verdichten und in einer möglichst einfach verständlichen Darstellungsart zu visualisieren.

In der Immobilienwirtschaft bieten insbesondere Fonds- und Assetmanagement-Software-Produkte Dashboards an, die den aktuellen Zustand der Immobilie oder die Zusammensetzung eines Immobilienportfolios beschreiben sollen.

 

Quelle:
Link:
https://www.bigdata-insider.de/was-ist-ein-business-intelligence-dashboard-a-581644/
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 445
Begriff:
Data Governance
Beschreibung:

Die “Data Governance” stellt die Definition, Steuerung, Kontrolle und Entscheidungsfindung aller Prozesse des Datenmanagements eines Unternehmens dar. Dies umfasst insbesondere die Erstellung und Fortschreibung einer IT-Strategie und umfasst u.a. auch Entscheidungen zum In- und Outsourcing bestimmter IT-Leistungen.

Die Data Governance in Immobilienunternehmen obliegt in den meisten Fällen der IT-Abteilung eines Unternehmens. Die verbindliche Festschreibung einer IT Governance erfolgt in unternehmensspezifischen Richtlinien.

Quelle:
DAMA International (2017): DAMA - DMBOK Data Management Body of Knowledge, second edition, chapter 3: Data Governance
Link:
Siehe auch:
523
Optionaler Link:
# 446
Begriff:
Data Management Maturity Assessment
Beschreibung:

Mithilfe eines “Data Management Maturity Assessment” lässt sich der Umgang mit Daten innerhalb einer Organisation, eine Charakterisierung des aktuellen Ist-Zustands und Reifegrads des Datenmanagements und dessen Einfluss auf die Organisation darstellen.

In der Immobilienwirtschaft gibt es keine standardisierten Vorgaben, wie Data Management Maturity Assessments durchgeführt werden. Data Management Maturity Assessments werden häufig im Rahmen der Einführung neuer IT-Systeme oder in der Post-Merger Phase nach dem Zusammenschluss von zwei Immobilienunternehmen durchgeführt.

Quelle:
DAMA International (2017): DAMA - DMBOK Data Management Body of Knowledge, second edition, chapter 15: Data Management Maturity Assessment
Link:
Siehe auch:
524
Optionaler Link:
# 447
Begriff:
Data Mining
Beschreibung:

Als „Data Mining“ wird die systematische Anwendung von (mathematisch-statistischen) Methoden bezeichnet, um in einem vorhandenen Datenbestand Muster, Trends oder Zusammenhänge zu erkennen. Daher fällt Data Mining in den Bereich der explorativen Datenanalyse. Der Begriff ist etwas irreführend, da es um die Gewinnung von Wissen aus bereits vorhandenen Daten geht und nicht um die Generierung der Daten selbst. Data Mining kommt zwar häufig bei großen Datenmengen („Big Data“) zum Einsatz, ist aber nicht auf Big Data beschränkt. Die Verantwortung für das Data Mining liegt i.d.R. bei einem Business Analyst.

Data Mining in der Immobilienwirtschaft steckt noch in den Anfängen, da eine entsprechende umfängliche Datengrundlage meist noch nicht ausreichend vorliegt. Einsatzgebiete sind z.B. in der Analyse von Gebäudemessdaten und der anschließenden Gebäudebewirtschaftung anhand der Steuerung über die Technische Gebäudeausrüstung denkbar.

Quelle:
Link:
https://lehrbuch-wirtschaftsinformatik.org/glossar/kapitel06/Data-Mining
Siehe auch:
658
Optionaler Link:
# 448
Begriff:
Data Owner
Beschreibung:

Der Data Owner trägt die Verantwortung für folgende maßgebliche Anforderungen: Die IT-Systeme (Hardware- und Software-Komponenten) und die zugehörigen IT-Prozesse müssen die Integrität, die Verfügbarkeit, die Authentizität sowie die Vertraulichkeit der Daten sicherstellen („Data Governance“). Für diese Zwecke ist bei der Ausgestaltung der IT-Systeme und der zugehörigen IT-Prozesse grundsätzlich auf gängige Standards abzustellen, insbesondere sind Prozesse für eine angemessene IT-Berechtigungsvergabe einzurichten, die sicherstellen, dass jeder Mitarbeiter nur über die Rechte verfügt, die er für seine Tätigkeit benötigt; die Zusammenfassung von Berechtigungen in einem Rollenmodell ist möglich. Die Eignung der IT-Systeme und der zugehörigen Prozesse ist regelmäßig von den fachlich und technisch zuständigen Mitarbeitern zu überprüfen.

Data Owner in der Immobilienwirtschaft sind häufig in der IT-Abteilung von Immobilienunternehmen angesiedelt. Hier kann es je nach Unternehmenszweck Data Owner u.a. für ERP-Systeme, Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) sowie Asset- und Portfoliomanagement-Systeme geben.

Quelle:
Mindestanforderungen an das Risikomanagement - MaRisk, AT 7.2 Technisch-organisatorische Ausstattung, Nr. 2 bis Nr. 5
Link:
Siehe auch:
531
Optionaler Link:
# 449
Begriff:
Data Science
Beschreibung:

Der Begriff „Data Science“ bezeichnet generell die Extraktion von Wissen aus Daten. Die Aufgabe eines Data Scientists bzw. Datenwissenschaftlers ist es, aus großen Datenmengen („Big Data“) Informationen zu generieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten, die das Unternehmen befähigen, effizienter zu arbeiten. Dazu bedient er sich innovativer Analysetools und entwickelt Abfragen, die aus unübersichtlichen Datenmengen wertvolle Informationen destillieren. Anschließend werden Hypothesen abgeleitet, welche statistisch überprüft und für das Management als Entscheidungsgrundlage aufbereitet werden. Während „Data Science“ die Generierung von Wissen und Erkenntnissen darstellt, bezieht sich „Data Mining“ rein auf den operativen Prozess neue Muster in großen Datenmengen zu erkennen.

Die Nachfrage nach Data Scientists wird in den kommenden Jahren mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Daten steigen, auch in der deutschen Immobilienwirtschaft beispielsweise durch den verstärkten Einsatz von Sensorik.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Data_Science
Siehe auch:
534
Optionaler Link:
# 450
Begriff:
Data-Warehouse
Beschreibung:

Ein „Data-Warehouse“ (deutsch: Datenlager) ist ein zentrales Datenbanksystem, welches Daten aus verschiedenen, heterogenen Quellen zusammenführt und auswertbar macht. Es ermöglicht eine zentrale Speicherung der aus verschiedenen Quellen stammenden Daten, die globale Sicht auf diese sowie die Analyse der kombinierten Daten. Das Data Warehousing ist in vier Teilprozesse aufteilbar - Datenbeschaffung (Extraktion), Datenhaltung (Speicherung), Datenversorgung (Weitergabe) und Datenauswertung (Analyse). Es wird durch Unternehmen zur abteilungsübergreifenden Auswertung von Informationen genutzt und dient ihnen als Unterstützung von Entscheidungsprozessen.

In der Immobilienwirtschaft ist das Vorhandensein eines Data-Warehouses meist an die Existenz eines ERP-Systems sowie weiterer IT-Systeme und an die Notwendigkeit, unterschiedliche Informationen miteinander zu verbinden, geknüpft.

Quelle:
Link:
https://www.bigdata-insider.de/was-ist-ein-data-warehouse-a-606701/
Siehe auch:
536
Optionaler Link:
# 451
Begriff:
Daten
Beschreibung:

„Daten“ sind maschinell verarbeitbare Symbole und Zeichen, deren Bedeutung nur deutlich wird, wenn sie in einen Kontext gesetzt werden. Daten entstehen durch das Sammeln von meist mess- oder beobachtbare Gegebenheiten d.h. sie tragen die Informationen, die der Mensch beabsichtigt zu übertragen oder verarbeiten. Die Verwechslung von Daten und Informationen entsteht oft, da Daten die Elemente sind, die eine Information formal darstellen. Die Repräsentation von Information durch Daten und die Interpretation der Daten als Information ist eine gedankliche Leistung des Menschen und findet nicht im datenverarbeitenden System statt. Im umgangssprachlichen Sinne werden Daten oft als Fakten verstanden und somit als Information angesehen.

In der Immobilienwirtschaft lässt sich so beispielsweise aus dem Wert „1948“ und der Zuordnung zu dem Kontext „Baujahr“ das Alter einer Immobilie schließen.

Quelle:
Link:
https://www.artegic.com/de/blog/wo-liegt-der-unterschied-zwischen-daten-informationen-und-wissen/
Siehe auch:
538
Optionaler Link:
# 453
Begriff:
Daten-Austausch
Beschreibung:

Der „Daten-Austausch“ stellt eine strukturierte Bereitstellung von elektronischen Informationen zwischen Sender und Empfänger dar. Dabei sind Inhalt, Format und Intervall des Daten-Austauschs jeweils zwischen Sender und Empfänger festzulegen.

In der deutschen Immobilienwirtschaft wurde der strukturierte Daten-Austausch gemäß definiertem Rollenmodell zwischen Sender und Empfänger in der gif-Richtlinie für Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“) definiert.

Quelle:
gif (2017) Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“), Version 2.0, www.gif-ev.de  
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 452
Begriff:
Datenanalyse
Beschreibung:

Der Begriff „Datenanalyse“ bezieht sich auf numerische und statistische Verfahren zur Aufdeckung von Strukturen in großen Datenmengen. Dabei wird zwischen verschiedenen Analysemethoden unterschieden, wie beispielsweise zwischen explorativen (vgl. „Data Mining“) und konfirmatorischen Methoden, die entweder das Entdecken oder Überprüfen von Zusammenhängen und Abhängigkeiten in den zugrundeliegenden Daten zum Ziel haben.

Quelle:
Link:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/datenanalyse-30331
Siehe auch:
541
Optionaler Link:

D

# 454
Begriff:
Datenbank
Beschreibung:

Eine „Datenbank“ dient zur strukturierten Erfassung und Bereitstellung von Sach- und Fachdaten. Sie beinhaltet eine Menge von Datensätzen („records“). Häufig wird eine Datenbank auch als Datenbanksystem (DBS) bezeichnet. Dieses setzt sich aus den zwei Komponenten Datenbasis (d.h. den hinterlegten Informationen) und Datenbankmanagementsystem (d.h. die Verwaltung, Steuerung und Kontrolle der Informationen) zusammen. Das am weitesten verbreitete Datenbankmodell stellen „relationale Datenbanken“ dar. Die Speicherung der Daten erfolgt in Tabellenform, in sogenannten Relationen, welche miteinander verknüpft werden können. Relationale Datenbanken basieren auf der Mengendefinition und wahren daher Redundanzfreiheit. Die unterschiedlichen Arten von Beziehungen zwischen den Relationen werden durch Kardinalitäten (Mengenangaben) definiert, welche sich durch die Anzahl der zueinander in Beziehung stehenden Datensätze (Tupel) unterscheiden. Zum Abfragen und Manipulieren der Daten wird überwiegend die Datenbanksprache SQL („Structured Query Language“) eingesetzt.

In der Immobilienwirtschaft basiert nahezu jede immobilienwirtschaftliche Software auf einer Datenbank bzw. Datenbanksystem.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datenbank
Siehe auch:
543
Optionaler Link:
# 455
Begriff:
Datenbankmanagementsystem (DBMS)
Beschreibung:

Das „Datenbankmanagementsystem“ (DBMS) ist neben den eigentlichen Daten der wichtigste Bestandteil einer jeden Datenbank. Es übernimmt die Aufgabe der Organisation und Strukturierung der in der Datenbank vorgehaltenen Daten. Gleichzeitig kontrolliert es lesende und schreibende Zugriffe. Es handelt sich beim DBMS um eine Software, die auf einem System zu installieren ist. Je nach Anwendungsbereich befindet sich das DBMS auf einem Server oder auf einer Workstation, wie einem PC. Um Daten der Datenbank abzufragen, zu speichern oder zu administrieren, bietet das Datenbankmanagementsystem eine spezielle Datenbanksprache.

Da nahezu jede immobilienwirtschaftliche Software auf einer Datenbank basiert, umfasst diese auch gleichzeitig ein Datenbankmanagementsystem.

Quelle:
Link:
https://www.bigdata-insider.de/was-ist-ein-datenbankmanagementsystem-a-615034/
Siehe auch:
544
Optionaler Link:
# 456
Begriff:
Datenbeziehung
Beschreibung:

Die „Datenbeziehung“ beschreibt einerseits den Zusammenhang zwischen Eingabedaten, einer Operation und Ausgabedaten, andererseits die Zuordnung von Entitäten aus zwei oder mehr Entitätsmengen zueinander. Bei der Datenbeziehung von Entitäten unterscheidet man zwischen:

 

  • 1:1-Beziehung, d.h. jedem Element aus A ist genau ein Element aus B zugeordnet und umgekehrt
  • 1:n-Beziehung, d.h. jedem Element aus A sind n Elemente aus B zugeordnet, jedem Element von B ist aber genau ein Element von A zugeordnet
  • m:1-Beziehung, d.h. wie 1:n-Beziehung, aber in umgekehrter Richtung
  • m:n-Beziehung, d.h. jedem Element aus A sind n Elemente aus B und jedem Element aus B sind m Elemente aus A zugeordnet.

In der Immobilienwirtschaft hat die gif innerhalb der gif-IDA ein Datenmodell geschaffen, dessen Entitätenmodell die Beziehung der unterschiedlichen Datenfelder untereinander beschreibt.

 

Quelle:
Heinrich, L., Heinzl, A., Roithmayr, F. (2004). Wirtschaftsinformatik-Lexikon (7. Aufl.). München: Oldenbourg Verlag
Link:
Siehe auch:
546
Optionaler Link:
# 457
Begriff:
Datenintegrität
Beschreibung:

Die „Datenintegrität“ beschreibt die Übereinstimmung eines Datensatzes mit einer vorgegebenen Richtlinie, Verfahrensanweisung, Norm etc. in Sachen Datenerhebung, ‑austausch und ‑archivierung. Ziel einer Datenintegrität ist eine hohe Datenqualität.

In der Immobilienwirtschaft hat es sich als Best-Practice bewährt, zu einzelnen Datenmanagementbereichen wie z.B. der Stammdatenerfassung in einem ERP-System oder der Erfassung, Ablage und Archivierung in einem Dokumentenmanagement-System einzelne unternehmensspezifische Richtlinien zur Data Governance zu erlassen.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
552
Optionaler Link:
# 458
Begriff:
Datenkonsistenz
Beschreibung:

Die „Datenkonsistenz“ beschreibt die Widerspruchsfreiheit innerhalb einer Datenbank bzw. die Korrektheit der dort gespeicherten Daten, z.B. dass alle Replikas eines Datenfelds identisch sind. Eine hohe Datenkonsistenz wird u.a. dadurch erreicht, dass Daten innerhalb eines Systems nur einmal gespeichert werden und damit redundante Daten vermieden werden. In relationalen Datenbanken versteht man unter Konsistenz die Integrität von Daten.

In der Immobilienwirtschaft spielt Datenkonsistenz dann eine Rolle, wenn beispielsweise im Unternehmen Data Warehouse-Lösungen eingesetzt werden, die sich unterschiedliche Daten aus verschiedenen IT-Systemen ziehen.

Quelle:
Reichmann, T., Kißler, M., & Baumöl, U. (2017). Controlling mit Kennzahlen: Die systemgestützte Controlling-Konzeption. Vahlen.
Link:
Siehe auch:
553
Optionaler Link:
# 459
Begriff:
Datenmanagement
Beschreibung:

Das „Datenmanagement“ umfasst die Erhebung, den Austausch, die Verarbeitung und die Archivierung von Daten in digitaler Form. Dies umfasst ausdrücklich auch das elektronische Dokumentenmanagement.

In der Immobilienwirtschaft hat die gif zwei Richtlinien zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“) und zum Aufbau eines Datenraums und Dokumentenmanagement-Systems veröffentlicht. Sie umfassen wesentliche Bausteine eines modernen Daten- und Dokumentenmanagement für Immobilienunternehmen

Quelle:
gif (2019) Standards zum Aufbau eines Immobiliendatenraum und Dokumentenmanagement-Systems, V2.0, www.gif-ev.de
Link:
Siehe auch:
556
Optionaler Link:
# 460
Begriff:
Datenmodellierung
Beschreibung:

Unter „Datenmodellierung“ versteht man die formale Abbildung und Dokumentation der Informationsobjekte mit dem Ziel, Prozesse und Datenflüsse möglichst umfassend und übersichtlich darzustellen. Die Datenmodellierung kommt bei der Entwicklung und dem Entwurf von Informationssystemen zum Einsatz, wenn es um die Identifikation und Beschreibung der relevanten Informationsobjekte und ihrer Beziehungen geht. Ergebnis des Modellierungsprozesses ist ein sogenanntes Datenschema oder Flussdiagramm, das graphisch visualisiert werden kann.

Als klassisches Beispiel der Datenmodellierung innerhalb der Immobilienwirtschaft stellt BIM zusätzlich zum digitalen Abbild aller Gebäude- und Nutzerdaten ein integriertes Gebäudedatenmodell dar.

Quelle:
Link:
http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/lexikon/daten-wissen/Datenmanagement/Daten-/Datenmodellierung-
Siehe auch:
558
Optionaler Link:
# 461
Begriff:
Datenqualität
Beschreibung:

Als „Datenqualität“ wird die Eignung der Daten für die jeweilige datenverarbeitende Anwendung verstanden. Daten von schlechter Qualität enthalten beispielsweise Datenfehler, Dubletten, fehlende Werte, falsche Formatierungen, Widersprüche etc. Die Datenqualität kann sich aber nicht nur auf einzelne Datenwerte oder Datensätze, sondern auch auf ganze Datenmengen und weit abstraktere Merkmale beziehen, wie z.B. die Verständlichkeit einer Datenmenge, deren Vollständigkeit oder auch die Reputation der Datenquelle.

Um in einem Immobilienunternehmen eine hohe Datenqualität zu erzielen, haben sich u.a. die Einführung von Richtlinien zur Data Governance und die zentrale Stammdatenerfassung als Best-Practice-Ansätze etabliert.

 

Quelle:
Link:
https://gi.de/informatiklexikon/datenqualitaet/
Siehe auch:
560
Optionaler Link:
# 462
Begriff:
Datenraum (physischer / virtueller)
Beschreibung:

Ein „Datenraum“ ist eine strukturierte Dokumentensammlung, die physisch oder elektronisch vorgehalten wird. Elektronische Datenräume sind meist im Gegensatz zu Dokumentenmanagement-Systemen cloudbasiert.

In der Immobilienwirtschaft wird ein Datenraum i.d.R. zur Veräußerung einer Immobilie (Asset Deal) oder von Gesellschaftsanteilen an einer Immobilie (Share Deal) sowie für das laufende Bestandsmanagement erstellt. Die fachlich richtige Bezeichnung ist in den meisten Fällen "Dokumentenraum", da meist die Dokumente selbst statt der Datenpunkte aus den Dokumenten vorgehalten werden.

Je nach Zweck (Management oder Verkauf) wird unterschieden in:

  • Permanentdatenraum
  • Verkaufsdatenraum (auch: Transaktionsdatenraum)

Je nach Bereitstellungsform wird unterschieden in:

  • einen physischen Datenraum (PDR) und
  • einen virtuellen Datenraum (VDR).

Im physischen Datenraum werden die Dokumente lediglich analog zur Einsicht bereitgestellt. In einem virtuellen Datenraum werden die Dokumente webbasiert gemäß einem vordefinierten Berechtigungskonzept bereitgestellt.

 

Quelle:
Duff & Phelps (2017) Datenraum- und Dokumentenmanagement Systeme für die Immobilienwirtschaft, www.duffandphelps.com
Link:
https://www.duffandphelps.com/
Siehe auch:
561
Optionaler Link:
# 463
Begriff:
Datenschutz
Beschreibung:

Unter „Datenschutz“ versteht man den Schutz von Daten aller Art, wobei dem Schutz von personenbezogenen Daten eine besondere Rolle zukommt. Den Schutz von personenbezogenen Daten innerhalb der Europäischen Union regelt seit 25.05.2018 die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), der auch innerhalb der Immobilienwirtschaft eine besondere Rolle zukommt.

 

Quelle:
Link:
Siehe auch:
565
Optionaler Link:
# 464
Begriff:
Datensicherheit
Beschreibung:

Die „Datensicherheit“ umfasst alle Maßnahmen, die Daten vor Verlust, Zerstörung, Missbrauch oder Zugriff durch Unberechtigte schützen soll. Hierzu zählen technische Lösungen und Maßnahmen z.B. die Einführung eines Berechtigungskonzepts, die Verschlüsselung von Daten innerhalb des Daten-Austauschs oder die Einrichtung von Firewalls. Regelmäßig werden die Begriffe Datenschutz und Datensicherheit in der Praxis synonym verwendet, wobei Datensicherheit generell mit dem Schutz aller Daten meint und Datenschutz im speziellen den Schutz personenbezogener Daten, der durch gesetzliche Vorschriften gesichert wird.

Da in der Immobilienwirtschaft Daten vermehrt erhoben und genutzt werden, wird auch das Thema Datensicherheit künftig eine größere Rolle spielen. Beispielsweise regelt das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), dass ein Unternehmen dazu verpflichtet ist, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
569
Optionaler Link:
# 465
Begriff:
Datentyp
Beschreibung:

Als Datentyp wird die Zusammenfassung von Objektmengen bzw. konkreten Wertebereichen und darauf definierten Operationen zu einer Einheit bezeichnet, wie z.B. die Zeit oder das Datum. Der Datentyp gibt somit die Art der Daten, welche mit ihm beschrieben werden, an und definiert, welche Operationen auf Grundlage dieser Daten ausgeführt werden können. Datentypen können numerischer, boolescher, alphanumerischer, abstrakter, elementarer oder benutzerdefinierter Natur sein. In Programmiersprachen haben sich bestimmte Standard-Datentypen, wie z.B. Integer (Ganzzahlen), String (Zeichenketten) oder Boolean (wahr/falsch), etabliert.

Der durch die gif veröffentlichte Datenfeldkatalog (siehe www.zgif.org) zur gif-Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“) unterscheidet unter numerischen, booleschen, alphanumerischen Datentypen sowie der Hinterlegung mit festen Ausprägungslisten nach gif.

Quelle:
gif (2017) Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“), Version 2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
572
Optionaler Link:
# 466
Begriff:
Datenverfügbarkeit
Beschreibung:

Der Begriff „Datenverfügbarkeit“ beschreibt Verfahren, Methoden und Definitionen, unter denen Daten für eine Anwendung oder zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt werden. Methoden können sich auf Speicherverfahren oder Redundanzen beziehen, Definitionen auf Formate, in denen Daten zur Verfügung gestellt werden, und Verfahren beziehen sich auf z.B. technische Beschreibungen, wie Daten zur Verfügung gestellt werden.

Um eine hohe Verfügbarkeit der Daten z.B. bei Strom- oder Serverausfall zu gewährleisten, greifen auch immobilienwirtschaftliche Unternehmen auf die mehrfache Verteilung der Datenspiegelungen auf verschiedene Server zurück. Alternativ zur zentralen Verwaltung auf Servern können die Daten auch über Cloudlösungen zur Verfügung gestellt werden.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
574
Optionaler Link:
# 467
Begriff:
Deep Learning
Beschreibung:

Beim “Deep Learning” handelt es sich um einen Teilbereich des “Machine Learnings”, bei welchem es sich wiederum um einen Teilbereich der Künstlichen Intelligenz handelt. Deep Learning nutzt Neuronale Netze d.h. eine Reihe hierarchischer Schichten bzw. eine Hierarchie von Konzepten. Für das Training der Systeme werden meist große Datenmengen („Big Data“) herangezogen und analysiert. Auf Basis vorhandener Informationen und des neuronalen Netzes kann das System das Erlernte immer wieder mit neuen Inhalten verknüpfen und dadurch erneut lernen. Daraus resultierend ist der Algorithmus in der Lage, selbstständig Prognosen oder Entscheidungen zu treffen.

In der Immobilienwirtschaft findet Künstliche Intelligenz Einsatz z.B. bei der Befüllung von Datenräumen.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
576
Optionaler Link:
# 468
Begriff:
Digitale Transformation
Beschreibung:

Die „digitale Transformation“ (auch „digitaler Wandel“) bezeichnet einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der als „Digitale Revolution“ die gesamte Gesellschaft und in wirtschaftlicher Hinsicht speziell Unternehmen betrifft. Sie ist als ganzheitlicher, iterativer Prozess zu verstehen, bei dem nicht nur die Wertschöpfungskette im Unternehmen, sondern auch zwischen den Unternehmen neu gedacht werden muss, wodurch sich die Wertschöpfungskette innerhalb der Unternehmen und der ganzen Industrie nachhaltig verändert. Basis der digitalen Transformation sind digitale Technologien, die in einer immer schneller werdenden Folge entwickelt werden und somit den Weg für wieder neue digitale Technologien ebnen.

In der Immobilienwirtschaft wird die digitale Transformation durch das radikale Neudenken digitaler Geschäftsprozesse u.a. von einzelnen PropTechs vorangetrieben.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Transformation
Siehe auch:
577
Optionaler Link:
# 469
Begriff:
Digitales Ökosystem
Beschreibung:

„Digitale Ökosysteme“ nutzen Mechanismen der Plattformwirtschaft, um in einer zentralen Instanz eigene wie externe Services mit möglichen Stakeholdern zu verbinden. Es lassen sich dabei geschlossene und offene digitale Ökosysteme unterscheiden. Ein geschlossenes digitales Ökosystem dient in der Regel dazu, den Nutzenden eine einheitliche Umgebung zu bieten, die vollständig kontrolliert werden kann (z.B. Beschränkung der Hard- und Software, die zum Betrachten und Bearbeiten der Inhalte erforderlich ist). Ein offenes digitales Ökosystem ist dagegen offen für eine gemeinschaftliche Nutzung auch unter Mitwirkung von kommerziellen Produzenten und Akteuren.

In der Immobilienwirtschaft setzen insbesondere große Kapitalverwaltungsgesellschaften geschlossene digitale Ökosysteme bestehend aus ERP-Systemen und Dokumentenmanagement-Systemen inkl. entsprechendem Remote-Zugang ein, auf denen die Dienstleister wie Property Manager, Center Manager, Finanzbuchhalter und Gutachter ihre Dienstleistungen erbringen und dokumentieren.

Quelle:
Kerres, M., & Heinen, R. (2014). Open Educational Resources und schulisches Lernen: Das Zusammenwirken von Plattformen für Lernressourcen in informationell offenen Ökosystemen, In: Kammerl, Rudolf (Hrsg.), MEDIEN – WISSEN – BILDUNG: Freie Bildungsmedien und Digitale Archive, innsbruck university press, Innsbruck
Link:
Siehe auch:
579
Optionaler Link:
# 471
Begriff:
Dokument
Beschreibung:

Ein Dokument fasst verschiedene Inhalte und Informationen zu einem Sachverhalt zusammen. Grundsätzlich kann in analoge und digitale Dokumente unterschieden werden. Dokumente können in Datenräumen und Dokumentenmanagement-Systemen verwaltet werden. Die hierarchische Strukturierung kann anhand eines Dokumentenindex erfolgen. Digitalen Dokumenten können Metadaten zugeordnet werden. Eine inhaltliche Strukturierung von Dokumenten kann anhand von Dokumentenklassen erfolgen.

Die gif hat für den Immobiliensektor einen Dokumentenindex und eine Dokumentenklassifizierung erstellt und in der Richtlinie „Standards zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Dokumentenmanagement-Systems, V2.0“ veröffentlicht.

Quelle:
gif (2019) Standards zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Dokumentenmanagement-Systems, V2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
586
Optionaler Link:
# 470
Begriff:
Dokumentenindex
Beschreibung:

Der Dokumentenindex stellt eine hierarchische Strukturierung der Dokumentation bzw. von Unterlagen dar, der zum Aufbau von Dokumentenmanagement-Systemen bzw. analogen und virtuellen Datenräumen verwendet wird.

Die gif hat für den Immobiliensektor einen Dokumentenindex zum Aufbau von Immobilien-Dokumentenmanagement-Systemen bzw. Immobilien-Datenräumen erstellt und in der Richtlinie „Standards zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Dokumentenmanagement-Systems, V2.0“ veröffentlicht.

Quelle:
gif (2019) Standards zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Dokumentenmanagement-Systems, V2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
581
Optionaler Link:
# 472
Begriff:
Dokumentenklasse
Beschreibung:

Eine „Dokumentenklasse“ beschreibt Gruppierungen von Objekten mit gleichen Attributen oder Eigenschaften. Der Prozess der Zuordnung von Objekten zu einer Dokumentenklasse wird als Klassierung, Klassifizierung oder Kategorisierung bezeichnet. Bei den Attributen handelt es sich i.R. um Metadaten der elektronischen Dokumente, die eine Unterscheidung von Dokumenten und ihre inhaltliche Strukturierung z.B. in Dokumentenmanagement-Systemen und Datenräumen zulassen.

Die gif hat für immobilienbezogene Dokumente die Dokumentenklassen 1-4 definiert. Mit dem Mapping zum gif-Dokumentenindex lässt sich dadurch neben der inhaltlichen Einordnung auch eine hierarchische Einordnung der Dokumente vornehmen.

Quelle:
gif (2019) Standards zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Dokumentenmanagement-Systems, V2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
591
Optionaler Link:
# 473
Begriff:
Dokumentenmanagement-System (DMS)
Beschreibung:

Ein „Dokumentenmanagement-System“ (DMS) ist ein IT-Programm zur Verwaltung von Dokumenten, das sowohl client- und/oder webbasiert funktioniert. Dem DMS liegt ein dezidiertes Rollenmodell und Berechtigungskonzept zu Grunde. Ein DMS unterscheidet sich von einem virtuellen Datenraum i.d.R. durch die Hinterlegung von Workflows (z.B. Workflow zur Rechnungsfreigabe) und die Schnittstelle zu anderen Software-Produkten (z.B. ERP-System) zur automatisierten Ablage der dort generierten oder verwalteten Dokumente. Die hierarchische Gliederung eines Dokumentenmanagement-Systems erfolgt durch einen Dokumentenindex. Die inhaltliche Gliederung des DMS kann anhand von Metadaten der Dokumente erfolgen.

In der Immobilienwirtschaft nähern sich die Funktionalitäten von Dokumentenmanagement-Systemen und Datenräumen zunehmend an.

Quelle:
gif (2019) Standards zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Dokumentenmanagement-Systems, V2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
595
Optionaler Link:

E

# 474
Begriff:
Enterprise Architecture Management
Beschreibung:

Das „Enterprise Architecture Management“ beschreibt den Aufbau und den Betrieb verschiedener IT-Systeme inkl. deren interner und externer Schnittstellen mit dem Ziel, die wesentlichen Kern- und Supportprozesse eines Unternehmens mit möglichst hoher Datenkonsistenz abzubilden.

Innerhalb der Immobilienwirtschaft besteht ein Enterprise Architecture Management je nach Unternehmenszweck mindestens aus einem Anwendung zur Abbildung der Kernprozesse (z.B. ERP-System, Fondsmanagement-Software, Bewertungsprogramm) sowie einem integrierten oder separaten Dokumentenmanagement-System.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
598
Optionaler Link:
# 475
Begriff:
Entität
Beschreibung:

Als Entität (englisch: entity) bezeichnet man in der Datenmodellierung einen eindeutig bestimmbaren Informationsträger, der zur Verarbeitung oder Speicherung von Informationen dient. Zur Klassifizierung von Entitäten werden sogenannte Entitätstypen herangezogen, die sich dadurch kennzeichnen, dass sie gleiche Attribute oder Merkmale verwenden. Diese können materiell oder immateriell, konkret oder abstrakt sein.

In der Immobilienwirtschaft hat die gif innerhalb der Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“) ein allgemeingültiges Entitätenmodell der Immobilienwirtschaft mit den Entitäten Mandant, Wertpapier, Währung, Partner, Wirtschaftseinheit, Grundstück, Gebäude, Mieteinheit, Mietvertrag, Kondition, Darlehen, Projekt, Wertgutachten, Konto, Buchung, Beleg und Leistungsvertrag definiert.

Quelle:
gif (2017) Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“), Version 2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
599
Optionaler Link:
# 476
Begriff:
Entitätenmodell (Entity Relationship Model, ERM)
Beschreibung:

Das „Entitätenmodell“ (englisch: Entity-Relationship-Modell (ERM)) ist Grundlage der semantischen Datenmodellierung, das mit Hilfe einer Grafik das sachliche Umfeld der Anwendung beschreibt und die zu verwendenden Elemente hinsichtlich ihrer Bedeutung und Struktur erläutert. Es dient als Hilfsmittel der Verständigung von Anwender und Entwickler und wird in den Konzeptionierungs- und Implementierungsphasen einer Datenbank-Anwendung verwendet. Anhand des abgestimmten ERM erfolgt dann die Umsetzung in der Datenbank.

In der Immobilienwirtschaft hat die gif innerhalb der Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“) ein allgemeingültiges Entitätenmodell der Immobilienwirtschaft definiert. Es umfasst die Entitäten Mandant, Wertpapier, Währung, Partner, Wirtschaftseinheit, Grundstück, Gebäude, Mieteinheit, Mietvertrag, Kondition, Darlehen, Projekt, Wertgutachten, Konto, Buchung, Beleg und Leistungsvertrag.

Quelle:
gif (2017) Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“), Version 2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
600
Optionaler Link:
# 477
Begriff:
ERP-System
Beschreibung:

Ein „ERP-System“ (Kurzform für „Enterprise Resource Planning System“) beschreibt ein auf einer zentralen Datenverwaltung aufbauendes, IT-basiertes System zur Darstellung sämtlicher Geschäftsprozesse eines Unternehmens. Es dient der Planung und Steuerung von Ressourcen sowie Arbeitsabläufen und kann über sämtliche Ebenen (z.B. verschiedene Abteilungen, Standorte) hinweg eingesetzt werden. Ziele der Anwendung sind die Optimierung von Strukturen und Geschäftsprozessen sowie die Steigerung der Flexibilität in Bezug auf Unternehmens- und Marktveränderungen.

In der Immobilienwirtschaft etablierte ERP-Systeme finden sich u.a. im „Digital Guide Real Estate 2019“, herausgegeben von Haufe.

Quelle:
Haufe (2019) Digital Guide Real Estate 2019, www.haufe.de
Link:
https://www.haufe.de/
Siehe auch:
601
Optionaler Link:

F

# 478
Begriff:
FinTech
Beschreibung:

Als „FinTech“ (Kurzform für „financial technology“) werden Technologieunternehmen im Bereich der Finanzdienstleistungen bezeichnet. Außerhalb des Finanzsektors angesiedelte Unternehmen, häufig Start-Ups, sind mit der Neu- und Weiterentwicklung klassischer Prozesse und Geschäftsmodelle durch die Verwendung moderner Informations- und Kommunikationstechnik zur Steigerung der Effizienz befasst. Sie können eine Konkurrenz für klassische Finanzdienstleistungsunternehmen darstellen, müssen dies aber nicht. Anwendungsbereiche sind zum Beispiel Online-Bezahldienste, Kreditvergabe- oder Kapitalanlagedienstleistungen.

In der Immobilienwirtschaft sind FinTechs insbesondere bei der Schwarmfinanzierung von Immobilienprojekten (englisch: Crowdfunding) zu sehen, wobei sie dann zeitgleich auch zu den PropTechs zählen können.

 

Quelle:
Link:
https://finletter.de/fintech-definition/
Siehe auch:
602
Optionaler Link:

I

# 479
Begriff:
Information
Beschreibung:

Informationen stellen Kenntnisse über Sachverhalte oder Personen dar, die je nach Sachlage und Kontext relevant oder irrelevant sein können. Es gibt verschiedene Ebenen, über die Informationsaustausch stattfinden kann. Meist werden Informationen als maschinell verarbeitbare Daten abgebildet, die nach Übertragung oder Verarbeitung wiederum vom Mensch als Information interpretiert werden

Quelle:
Link:
https://www.informatikstandards.de/index.htm?section=standards&page_id=10
Siehe auch:
603
Optionaler Link:
# 480
Begriff:
Internet of Things (IoT)
Beschreibung:

Im „Internet of Things (IoT) bzw. dem “Internet der Dingebekommen Gegenstände des Alltags oder des industriellen Umfelds (z. B. Maschinen, Geräte) eine eindeutige Identität und können miteinander kommunizieren oder sich durch einen Benutzer von einem beliebigen Ort aus bedienen und steuern lassen. Die technische Grundlage für die Vernetzung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte bildet eine Internet-ähnliche Struktur und die Mikroprozessor-Technik. Das Internet der Dinge stellt eine elementare Komponente der Industrie 4.0 dar, da sich mit IoT ganze Wertschöpfungsketten automatisieren und wesentlich effizienter und komfortabler gestalten lassen.

In der Immobilienwirtschaft findet das Internet of Things insbesondere in der Gebäudeautomation seine Anwendung. Das IoT macht es möglich wartungsintensive Bauteile wie z.B. Rolltreppen, Aufzüge, Lüftungs- und Klimaanlagen einer Fernwartung zu unterziehen. Dadurch lassen sich insbesondere Reparaturen im Rahmen einer vorausschauenden Instandhaltung („Predictive Maintenance“)  planen und durchführen und die Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie Stillstandzeiten reduzieren.

 

Quelle:
Link:
https://www.bigdata-insider.de/was-ist-das-internet-of-things-a-590806/
Siehe auch:
604
Optionaler Link:

K

# 481
Begriff:
Künstliche Intelligenz (KI)
Beschreibung:

Im interdisziplinären Forschungsgebiet der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) wird die Lösung komplexer, nicht eindeutiger Sachverhalte durch eine Maschine per Entscheidungsfindung analog einer menschlichen Denkstruktur angestrebt. Ziel ist somit die eigenständige Problemlösung oder sogar das selbstständige Lernen durch Maschinen bzw. Computer. Aufgrund der Komplexität konzentriert sich die Anwendung im Bereich der KI zunehmend auf Teilbereiche, um dort für Arbeitserleichterungen zu sorgen. Künstliche Intelligenz ist der allgemeine Oberbegriff, unter dem Machine Learning bzw. Deep Learning Teilbereiche bilden.

In der Immobilienwirtschaft findet KI z.B. im Bereich der Dokumentenklassifizierung von Datenräumen Anwendung.

 

Quelle:
Link:
https://www.planet-wissen.de/technik/computer_und_roboter/kuenstliche_intelligenz/
Siehe auch:
607
Optionaler Link:

M

# 482
Begriff:
Machine Learning
Beschreibung:

Bei “Machine Learning” (ML) oder maschinellem Lernen kommen Algorithmen und mathematische Modelle zum Einsatz, die aus Erfahrung künstliches Wissen generieren. Auf Basis vorhandener Datenbestände (Trainingsdaten) erkennt das System Muster und Gesetzmäßigkeiten und entwickelt eigenständig Lösungen. Die so gewonnenen Erkenntnisse lassen sich nach Beendigung der Lernphase verallgemeinern und für neue Problemlösungen oder für die Analyse von bisher unbekannten Daten verwenden. Machine Learning ist ein Teilgebiet der “Künstlichen Intelligenz” (KI).

In der Immobilienwirtschaft wird “Machine Learning” z.B. zur Klassifizierung von elektronischen Dokumenten eingesetzt.

Quelle:
Link:
https://www.bigdata-insider.de/was-ist-machine-learning-a-592092/
Siehe auch:
609
Optionaler Link:
# 484
Begriff:
Mapping
Beschreibung:

Das „Mapping“ ist ein Vorgehen, wobei ein Bereich (oder ein Dokument) eines Standards einem entsprechenden Bereich (oder Dokument) eines anderen Standards zugeordnet wird. Das Ergebnis eines solchen Mappings wird in einer Zuordnungsmatrix dargestellt. Das Mapping ermöglicht die Migration von Daten oder Dokumenten zwischen zwei verschiedenen Standards. Soweit jeder Bereich zwischen dem einen Standard und dem anderen Standard eindeutig gemapped werden kann, spricht man von einem 1:1 Mapping, bei dem die Daten verlustfrei zwischen den Standards ausgetauscht werden können.

Die gif hat für den Immobiliensektor ein Mapping zwischen dem gif-Dokumentenindex und dem FIDJI-Dokumentenindex in der Richtlinie „Standards beim Aufbau und Pflege eines Immobiliendatenraums und –dokumentenmanagement-Systems“ veröffentlicht. In der gif-Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch (gif-IDA) wird das Konten-Mapping von Buchungsdaten zwischen dem Quellsystem des Datensenders und dem Zielsystem des Datenempfängers beschrieben.

 

Quelle:
gif (2017) Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch (gif-IDA), Version 2.0, www.gif-ev.de
Link:
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 483
Begriff:
Metadaten
Beschreibung:

Als „Metadaten“ werden strukturierte Daten bezeichnet, die Informationen über andere Daten enthalten. Diese Metadaten werden beispielsweise für die Verwaltung, Archivierung und das Management von gespeicherten Nutzdaten eingesetzt.

In der Immobilienwirtschaft hat die gif definiert, welche Metadaten verpflichtend und optional einem immobilienbezogenen Dokument zuzuordnen sind. So gehören z.B. gem. gif zu einem Mietvertrag verpflichtend die Metadaten Land, Postleitzahl, Stadt, Straße und Hausnummer.

Quelle:
Link:
https://www.itwissen.info/Metadaten-meta-data.html
Siehe auch:
610
Optionaler Link:

O

# 485
Begriff:
Open Data
Beschreibung:

Der Begriff „Open Data“ (deutsch: offene Daten) beschreibt ungefilterte und maschinenlesbare elektronische Daten, die jedem öffentlich, zweckfrei und unverbindlich zur Verfügung gestellt werden. Der Zugriff ist jederzeit, ohne verpflichtende Registrierung und ohne Begründung möglich. Diese Daten werden unverzüglich und entgeltfrei zur uneingeschränkten Weiterverwendung für jedermann angeboten. Offene Daten dürfen jedoch keine personenbezogenen Daten oder Daten, die dem Datenschutz unterliegen, beinhalten.

Open Data in der Immobilienwirtschaft finden sich z.B. im durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Verbraucherpreisindex, auf dem die Wertsicherungsklauseln vieler Mietverträge basieren.

Quelle:
Bitcom (2017) „Open Data Manifest“
Link:
Siehe auch:
612
Optionaler Link:

P

# 486
Begriff:
Performance
Beschreibung:

Unter der „Performance“, oder auch IT-Performance, versteht man die Leistungsfähigkeit eines IT-Systems bzw. einer Anwendung. Wesentliche Einflussfaktoren auf die IT-Performance haben die Leistungsfähigkeit einer Server- bzw. Clientumgebung, die Anzahl der User, die eine Anwendung gleichzeitig verwendet, und die Komplexität einer Anwendung.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
614
Optionaler Link:
# 487
Begriff:
Plattform
Beschreibung:

Die „Plattform“ beschreibt in der Informatik eine zweckbestimmte einheitliche Basis, an die Komponenten angeschlossen und Programme aufgesetzt, ausgeführt und entwickelt werden können. Der Begriff kann im Kontext von Hardware wie auch Software verwendet werden. Eine Plattform beschreibt zudem die themen-basierte Umsetzung von Anwendungen im Internet, wie z.B. die Handelsplattform oder Social Networking Plattform.

In der Immobilienwirtschaft haben große Kapitalverwaltungsgesellschaften oft eigene Plattformen bzw. digitale Ökosysteme aufgebaut, auf denen sie die wesentlichen immobilienwirtschaftlichen Wertschöpfungsprozesse, wie die Mietvertragsverwaltung oder die Bewertung in ERP-Systemen bzw. zugehörigen Dokumentenmanagement-Systemen, abbilden.

Quelle:
Link:
https://www.itwissen.info/Plattform-platform.html
Siehe auch:
617
Optionaler Link:
# 488
Begriff:
Predictive Maintenance
Beschreibung:

Der Begriff “Predictive Maintenance (deutsch: vorausschauende Wartung) zählt zu den Kernkomponenten der Industrie 4.0, da es die Konzepte IoT und Predictive Modeling vereint. Das Verfahren nutzt hierfür von Sensoren erfasste Messwerte und Daten von Maschinen und Anlagen für die Ableitung von Wartungsinformationen. Durch die proaktive Wartung der Maschinen und Anlagen sollen Ausfall- und Stillstandzeiten sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten minimiert werden. Im Optimalfall lassen sich Störungen vorhersagen, bevor es zu Auswirkungen oder Ausfällen kommt. Predictive Maintenance grenzt sich klar von den herkömmlichen Wartungsansätzen wie der reaktiven oder präventiven Wartung ab.

In der Immobilienwirtschaft findet Predictive Maintenance insbesondere in der Gebäudeautomation seine Anwendung. Dadurch wird es möglich wartungsintensive Bauteile wie z.B. Rolltreppen, Aufzüge, Lüftungs- und Klimaanlagen einer Fernwartung zu unterziehen oder Reparaturen vorausschauend zu planen und durchzuführen.

Quelle:
Bitcom (2012) Leitfaden „Big Data im Praxiseinsatz – Szenarien, Beispiele, Effekte“
Link:
Siehe auch:
620
Optionaler Link:
# 489
Begriff:
Predictive Modeling
Beschreibung:

„Predictive Modeling“ ist ein Teilbereich der Datenanalyse, der sich mit der Vorhersage von Ereignis-Wahrscheinlichkeiten und Trends befasst. Je mehr Input-Daten vorhanden sind, desto genauer sind die Output-Daten. Eine Garantie für das Eintreffen der Prognosen gibt es allerdings nicht.

In der Immobilienwirtschaft findet Predictive Modeling seine Anwendung im Bereich Predictive Maintenance.

 

Quelle:
Bitcom (2012) Leitfaden „Big Data im Praxiseinsatz – Szenarien, Beispiele, Effekte“
Link:
Siehe auch:
622
Optionaler Link:
# 490
Begriff:
PropTech
Beschreibung:

Als „PropTech“ (Kurzform für „property technology“) werden Technologieunternehmen im Bereich der immobilienwirtschaftlichen Wertschöpfung bezeichnet. Die Unternehmen, häufig Start-Ups, befassen sich mit der Neu- und Weiterentwicklung klassischer Prozesse und Geschäftsmodelle mittels neuer bzw. aktuell verfügbarer Technologien. Oft ergänzen sie mit ihrem digitalen Angebot die bisherige Wertschöpfungskette oder aber lösen Ineffizienzen bisheriger analoger Lösungen, womit sie teilweise auch wegbereitend für künftige Neuerungen sein können. Anwendungsbereiche sind zum Beispiel Online-Plattformen für Verkauf und Vermietung, Verwaltungstools für Immobilien, VR/AR-Visualisierung oder Reality Capturing für Immobilien.

 

FinTechs beispielsweise unterscheiden sich zu PropTechs darin, dass finanzwirtschaftliche Themen im Vordergrund stehen, wohingegen bei PropTechs die immobilienwirtschaftliche Wertschöpfung im Fokus ist.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
625
Optionaler Link:

Q

# 491
Begriff:
Quellcode
Beschreibung:

Der Begriff „Quellcode“, auch Quelltext, beschreibt den für Menschen lesbaren, in einer Programmiersprache verfassten Text zur Ausführung eines Computerprogramms oder einer Internetseite. Durch den Computer wird dieser mit Hilfe eines „Compilers“ in Maschinensprache übersetzt bzw. für den Computer umsetzbar gemacht. Der Quellcode kann auch in nicht-textlicher Form, z.B. als grafische Verknüpfung logischer Funktionsblöcke vorliegen. Er kann darüber hinaus aus mehreren Teilen bzw. Dateien (auch in unterschiedlichen Formaten) bestehen oder textliche und nicht-textliche Elemente verbinden.

Quelle:
Link:
https://praxistipps.chip.de/was-ist-ein-quellcode-einfach-erklaert_47285
Siehe auch:
Optionaler Link:
# 492
Begriff:
Query Language (QL)
Beschreibung:

Als „Query Language“ (QL; deutsch: Abfrage-Sprache) werden alle Programmiersprachen bezeichnet, welche das Abfragen und Abrufen von Daten aus Datenbanken ermöglichen.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Object_Query_Language
Siehe auch:
627
Optionaler Link:

R

# 493
Begriff:
Robotic Process Automation (RPA)
Beschreibung:

„Robotic Process Automation“ (RPA; deutsch: robotergesteuerte Prozessautomatisierung) ist eine Art der Automatisierung, bei der manuelle Tätigkeiten durch sogenannte Software-Roboter erlernt und automatisiert werden. Dabei werden die Eingaben auf der bestehenden Präsentationsschicht emuliert, so dass keine Änderungen an vorhandenen Anwendungssystemen notwendig sind. Die Idee von RPA ist die Automatisierung der Prozessausführung durch Softwareroboter, welche nicht mit greifbaren Industrierobotern zu verwechseln sind. Die Ausführung manueller Aktivitäten wird durch einen Softwareroboter übernommen, wobei die Interaktion mit Anwendungssystemen ausschließlich über Benutzerschnittstellen umgesetzt wird, beispielsweise das Öffnen und Verarbeiten von Emails oder automatisierte Erstellen von Reports. Somit bleiben bestehende betriebliche Anwendungssysteme (z.B. CRM, ERP) unverändert. Damit grenzt sich RPA von traditionellen Ansätzen der Prozessautomatisierung ab, bei denen entweder prozessgetriebene Anpassungen oder Schnittstellen notwendig sind.

Quelle:
Link:
http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/lexikon/daten-wissen/Informationsmanagement/Informationsmanagement--Aufgaben-des/robotergesteuerte-prozessautomatisierung/robotergesteuerte-prozessautomatisierung/?searchterm=robotic%20process
Siehe auch:
628
Optionaler Link:

S

# 494
Begriff:
Sharing Economy
Beschreibung:

Der Begriff „Sharing Economy“, auch "Shared Economy", meint das systematische Ausleihen bzw. gegenseitige Bereitstellen von Gegenständen, Räumen und Flächen, insbesondere durch Privatpersonen und Interessensgruppen. Der seltener gebrauchte Begriff „Share Economy“ wird synonym oder – neben der ursprünglichen Definition von Martin Weitzman – in Bezug auf das Teilen von Informationen und Wissen verwendet. Im Kontext der Sharing Economy findet sich auch immer wieder der Begriff der „Access-based Consumption“, bei der per Definition kein Eigentum geteilt, sondern der Zugang und die Nutzung ermöglicht wird wie z.B. beim Car Sharing.

In der Immobilienwirtschaft ist der Ansatz der Sharing Economy u.a. bei der Nutzung von Büroflächen (z.B. CoWorking) oder der Vermietung von privatem Wohnraum als (z.B. airbnb) bekannt.

Quelle:
Link:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/sharing-economy-53876
Siehe auch:
630
Optionaler Link:
# 495
Begriff:
Smart Building / Smart Home
Beschreibung:

Der Begriff "Smart Home" zielt auf das informations- und sensortechnisch aufgerüstete, in sich selbst und nach außen vernetzte Zuhause. Verwandte Begriffe sind "Smart Living" und "Intelligent Home". Enge Beziehungen gibt es im Allgemeinen zum Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und im Speziellen zu Smart Metering. Angestrebt wird eine Erhöhung der Lebens- und Wohnqualität, der Betriebs- und Einbruchsicherheit und der Energieeffizienz, was sowohl ökonomische als auch ökologische Implikationen hat.

Quelle:
Link:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/smart-home-54137/version-277191
Siehe auch:
632
Optionaler Link:
# 496
Begriff:
Smart Cities
Beschreibung:

„Smart City“ ist ein uneinheitlich verwendeter Begriff, unter dem i.d.R. alle Konzepte verstanden werden, Städte mithilfe der Möglichkeiten neuer technischer Entwicklungen und der Informations- und Kommunikationstechnologien effizienter, nachhaltiger, fortschrittlicher und lebenswerter zu gestalten. Zu den zentralen Smart City Themen zählen die folgenden Bereiche:

  • Mobilität und Infrastruktur
  • Energieeffizienz
  • Umwelt- und Ressourcenschonung
  • wirtschaftliche Attraktivität
  • bürgerfreundliche Verwaltung
  • Lebensqualität für Bewohner

Als Beispiele lassen sich die nachhaltigere Nutzung von Ressourcen nennen, indem Verkehrsflüsse durch intelligente Systeme aufeinander abgestimmt werden oder Beleuchtung nur bei Bedarf eingesetzt wird, oder auch die Digitalisierung der Verwaltung, damit Dienste, für die bisher eine persönliche Vorsprache notwendig war, zukünftig online durchgeführt werden können.

 

Quelle:
Link:
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/smart-city-54505
Siehe auch:
635
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# 497
Begriff:
Smart Contracts
Beschreibung:

Ein „Smart Contract“ ist ein Vertrag auf Software-Basis, bei dem unterschiedlichste Vertragsbedingungen hinterlegt werden können. Während des Vertragsverlaufs können bestimmte verknüpfte Aktionen (z. B. Auszahlungen) selbsttätig ausgeführt werden, wenn ein entsprechender Auslöser (z. B. Erfüllung von Vertragsbedingungen) vorliegt, so dass durch die Automatisierung dieser manuellen Tätigkeiten Kosten in erheblichem Umfang eingespart werden können. Durch die dezentrale Speicherung und Authentifikation von Verträgen anhand der Blockchain-Technologie hat das Potenzial von Smart Contracts stark zugenommen.

In der Immobilienwirtschaft wird der Einsatz von Smart Contracts dadurch bedingt, dass bei den meist in Dokumentenmanagement-Systemen hinterlegten Verträgen nicht nur Metadaten, sondern auch entsprechende Transaktionen hinterlegt und mit den entsprechenden Software-Produkten wie z.B. ERP-Systemen verknüpft sind.

 

Quelle:
Link:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/smart-contract-54213/version-277263
Siehe auch:
638
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# 498
Begriff:
Smart Data
Beschreibung:

Bei „Smart Data“ geht es um die intelligente Verarbeitung und zielorientierte Nutzung von Daten, um deren gesamtes wirtschaftliches Potential zu entfalten. Das Attribut „smart“ bezieht sich dabei auf den sinnvollen Umgang mit den Daten, der diese in nutzbringende, hochwertige und abgesicherte Daten verwandelt. Smart Data geht demnach über Big Data hinaus, da es aus den Datenmengen Nutzen zieht und Mehrwert extrahiert.

Quelle:
https://www.stuttgart.ihk24.de/Fuer-Unternehmen/innovation/digitale-wirtschaft/digitale-technologien/Big-Data---Smart-Data/3411998
Link:
https://www.stuttgart.ihk24.de/Fuer-Unternehmen/innovation/digitale-wirtschaft/digitale-technologien/Big-Data---Smart-Data/3411998
Siehe auch:
641
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# 499
Begriff:
Smart Grid
Beschreibung:

Der Begriff „Smart Grid“ bezeichnet die Vernetzung der Stromverbraucher und der Stromerzeuger untereinander, um über eine dezentrale Steuerung die Elektrizitätsversorgung und den Stromverbrauch zeitlich zu optimieren. Damit ist ein Smart Grid ein Bestandteil einer Smart City.

Quelle:
Link:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/intelligentes-stromnetz-53180/version-276275
Siehe auch:
642
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# 500
Begriff:
Smart Metering
Beschreibung:

Unter „Smart Metering“ (deutsch: intelligenter Zähler) versteht man das computergestützte Messen, Ermitteln und Steuern von Energieverbrauch und -zufuhr. Dabei sind Unternehmen und Privathaushalte (Smart Buildings bzw. Smart Homes) gleichermaßen relevant. Smart Meter sind intelligente, vernetzte Zähler für Ressourcen und Energien wie Wasser, Gas oder Strom. Als Stromzähler sind sie Teil des Smart Grid, des intelligenten Stromnetzes. Smart-Metering-Systeme umfassen neben den Zählern zusätzliche Ein- und Ausgabegeräte und Online-Anwendungen. Die anfallenden Daten werden bei einem übergeordneten Ansatz einem Messdienstleister übermittelt.

Das am 29.08.2016 in Deutschland in Kraft getretene „Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen“ (Messstellenbetriebsgesetz) verpflichtet den Verbraucher ab 2017 zum Einbau eines intelligenten Messsystems, bei

  • einem Verbrauch von mehr als 10.000 kWh/a
  • steuerbarer Verbrauchseinrichtung (z.B. Wärmepumpe)
  • und den Betreiber von Stromerzeugungsanlagen bei
  • Neu- und Bestandsanlagen über 7kW installierter Leistung

 

Quelle:
Link:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/smart-metering-53998/version-277057
Siehe auch:
644
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# 501
Begriff:
Software as a Service (SaaS)
Beschreibung:

Das Modell „Software-as-a-Service“ (SaaS) ist Teil des Konzeptes des Cloud-Computing. SaaS ist dem Konzept des Application-Service-Provider (ASP) sehr ähnlich und funktioniert so, dass der Kunde eine Software bzw. App als Dienstleistung nutzt, die von einem externen Provider weiterhin gehostet und betrieben wird. Für die Nutzung der Anwendung zahlt er Gebühren an den Provider, der die Software für ihn bereitstellt. Der Kunde kann hierbei z.B. einen monatlichen Betrag wählen oder die Software on Demand, also je nach Bedarf, nutzen und zahlen. Ein Vorteil des Modells Software-as-a-Service ist es, dass keine teuren Softwarelizenzen erworben werden müssen.

In der Immobilienwirtschaft sind die meisten Software-Anwendungen als Client oder Server-Anwendung installiert, wohingegen Software-as-a-Service-Anwendungen sich nur langsam verbreiten.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
646
Optionaler Link:
# 502
Begriff:
Stammdaten
Beschreibung:

Als „Stammdaten“ werden in Abgrenzung zu den Bewegungsdaten all die Daten bezeichnet, die Grundinformationen enthalten, die zur EDV-basierten Verarbeitung verwendet werden. Stammdaten sind statische, langfristige Daten und unterliegen einer geringen Veränderungshäufigkeit. Stammdaten gehen im Gegensatz zu kurz- und mittelfristig angelegten Bewegungsdaten i.d.R. aus einem Dokument hervor.

Klassische Stammdaten in der Immobilienwirtschaft ist gemäß gif-Richtlinie zum Immobiliendatenaustausch (gif-IDA) und des entsprechenden gif-Datenfeldkatalogs (www.zgif.org) die Objektanschrift. Diese besteht u.a. das den zgif-Datenfeldern address.street, address.city, address.zip und address.country.

Quelle:
gif (2017) Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“), Version 2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stammdaten
Siehe auch:
648
Optionaler Link:
# 503
Begriff:
Structured Query Language (SQL)
Beschreibung:

„Structured Query Language“ (SQL; deutsch: strukturierte Abfrage-Sprache) ist eine standardisierte Sprache zur Definition von Datenstrukturen sowie Manipulation und Verwaltung von Datenbeständen in relationalen Datenbanken. Sie ermöglicht dem Benutzer das gezielte Abfragen und das Auswerten von Datenbeständen, verfügt jedoch gegenüber anderen Programmiersprachen über eine eingeschränkte Mächtigkeit, so dass SQL in der Regel von einem in einer anderen gängigen Programmiersprache geschriebenen Programm aus aufgerufen wird.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/SQL
Siehe auch:
650
Optionaler Link:
# 504
Begriff:
Subset
Beschreibung:

Ein „Subset“ ist eine für einen Prozess definierte Zusammenstellung einzelner Datenfelder (Core- und Kann-Felder), die zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden.

Die gif hat für die Immobilienwirtschaft prozessspezifische Subsets entwickelt, die z.B. den Daten-Austausch zwischen Property/ Asset Manager/ Eigentümer und Gutachter definieren (Subsets 5.6 und 5.7).

 

Quelle:
gif (2017) Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch („gif-IDA“), Version 2.0, www.gif-ev.de
Link:
https://www.gif-ev.de/
Siehe auch:
651
Optionaler Link:

T

# 505
Begriff:
Thread
Beschreibung:

Als „Thread“ (deutsch: Faden, Strang) wird die Ausführungsreihenfolge in der Abarbeitung eines Programms bezeichnet, wodurch ein Thread Teil eines Prozesses ist. Unterschieden wird zwischen zwei Arten von Threads, den sogenannten „Kernel-Threads“ und „User-Threads“. Während Kernel-Threads unter Steuerung durch das Betriebssystem ablaufen, sind User-Threads durch das Computerprogramm des Anwenders selbst zu verwalten.

Quelle:
Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Thread_(Informatik)
Siehe auch:
Optionaler Link:

V

# 506
Begriff:
Virtual Reality
Beschreibung:

Als „Virtual Reality“ (VR; deutsch: virtuelle Realität) wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet. Im Gegensatz zur Augmented Reality umfasst die Virtual Reality nahezu keine realistischen Bestandteile.

In der Immobilienwirtschaft wird VR bisher meist dazu genutzt, geplante Bauten oder Ausbauten für Nutzer oder Investoren zu veranschaulichen.

Quelle:
Link:
Siehe auch:
652
Optionaler Link:

W

# 507
Begriff:
Wissen
Beschreibung:

„Wissen“ beschreibt die gesammelten Informationen über einen bestimmten Sachverhalt oder eine Person und ermöglicht es, fundierte Entscheidungen zu treffen und ein Problem zu lösen. Um aus Informationen Wissen zu erlangen, müssen diese sowohl verarbeitet und zueinander sinnvoll verknüpft werden als auch mit dem Erfahrungshintergrund in-Beziehung-gesetzt werden. Daten und Informationen bilden damit die Grundlage für Wissen, das erst durch das Denken entsteht und das Ergebnis von subjektiven Erkenntnisprozessen darstellt. Auch Maschinen können auf Grund von neuem Wissen, das durch Informationen und deren Verarbeitung generiert wird, trainiert werden, Entscheidungen zu treffen.

Wird so z.B. im immobilienwirtschaftlichen Umfeld die Zahl “1948” in den Kontext „Baujahr“ gestellt, lässt sich als Information das Alter einer Immobilie ermitteln. In diesem Kontext gilt es als Wissen, dass direkt nach dem 2. Weltkrieg errichtete Gebäude zunächst mit Hohlblocksteinen aus Bauschutt, Ziegelsplitt und Bims errichtet wurden und eine minderwertige Bauqualität aufweisen.

Quelle:
Link:
https://www.artegic.com/de/blog/wo-liegt-der-unterschied-zwischen-daten-informationen-und-wissen/
Siehe auch:
654
Optionaler Link: